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Die ersten drei Monate

Das Motto der ersten Wochen ist Geschwindigkeit

Rasend schnell sind die ersten drei Monate mit unserem Junior nun vergangen. Nun möchte ich ein Resümee darüber ziehen, was so alles passiert ist und sich verändert hat. War es so wie wir es erwartet haben? Wir haben wohl mit allem gerechnet, inklusive einer Menge durchwachten Nächten. Diese gab es auch, aber auch die Tage und Nächte, die einfach nur schön waren. Die wir einfach nur genossen haben. Diese erlebten wir doch recht häufig zwischen den ganzen Wachstums- und Entwicklungsphasen. Auf jeden Fall öfter als erwartet. Es ist schwer sich alles zu merken, so schnell ist es wieder vorbei und der nächste Entwicklungsschritt kommt.

Es ist schon wahnsinnig, wie schnell sich der Mensch direkt nach der Geburt entwickelt. Zu Anfang geht es nur um die Bedürfnisse Hunger, Schlaf und viel Nähe. Die Welt ist für unser kleines Wesen zu hell, zu laut und zu windig. Deshalb kneifen die kleinen Menschlein oft noch die Augen zu, erschrecken von ungewohnten Geräuschen und halten im Wind die Luft an. Unser Sein ist von Reflexen geprägt, wie dem Moro-Reflex, einer Art Greifreflex bei dem Babys die Arme nach oben werfen, wenn sie denken sie fallen nach hinten. Dem Reflex Gesichter nachzuahmen, was uns Eltern sehr erfreut, für die kleinen Babys ganz früh aber oft noch unbewusst ist.

Wie sich das Bewusstsein verändert

Richtig spannend wird es, wenn wir Eltern bemerken, das unser kleines Baby morgens plötzlich irgendwie anders, schlauer oder wissender aus den Augen schaut. Plötzlich nimmt es das Spielzeug mehr war und betrachtet es bewusster. Dann kann unser Schatz oft besser sehen, da die Sehkraft sich in den ersten Wochen stark verbessert. Sehnsüchtig haben wir darauf gewartet, das uns unser Junior zum ersten mal richtig bewusst und neugierig ansieht. Dieser Moment ist wunderschön und wir nur noch getoppt vom ersten bewussten Lächeln für Mami und Papi. Das erhielten wir mit genau sechs Wochen von unserem Junior und es war faszinierend. Von da an haben wir jedem Tag mit einem Lächeln begonnen. Natürlich gab es auch das Weinen und Schreien am frühen Abend, was aber nach den ersten sechs Wochen schon wieder weniger wurde. Inzwischen überwiegt das Lachen und die Freude jeden Tag und wir kriegen nicht genug davon.

Man lernt nie aus

Ich war schon immer ein Freund vom lebenslangen Lernen. Mich auf dem Status quo auszuruhen ist mir viel zu langweilig. Und so gab es immer etwas Neues, Interessantes zu Lernen für mich. Und wir Eltern lernen durch unser Baby eine ganz neue Welt kennen, eine neue Wissenschaft und einen neuen Job. Es gilt für uns Eltern oft zu entscheiden, was das beste für unser Baby ist, sei es eine Unternehmung, eine Entscheidung um die Gesundheit oder eine Produktentscheidung, denn man braucht schon ein paar wichtige neue Dinge wie ein Kinderbett oder die Babyschale. Auch das Stillen ist nicht immer so einfach wie man denkt. Wie zu jedem Thema gibt es auch hier Bücher oder auch jede Menge Beratung von allen Seiten, wie der Hebamme, der Stillberaterin, den Ärzten und Verwandten und Bekannten. Auch zur Entwicklung von Babys gibt es Unmengen von Büchern. Einige Rezensionen werde ich sicherlich demnächst hier veröffentlichen, wenn ich es geschafft habe sie zu lesen.

Wachsen

Das Thema Wachsen ist Programm. Schon nach den ersten vier Wochen konnte ich einige Babyklamotten wieder aussortieren. Mit drei Monaten trägt Junior nun schon Größe 62, ganz seinem Alter entsprechend. Seit seiner Geburt ist er etwa zehn Zentimeter gewachsen. Viele Sachen hatte er nur einmal an, manches auch gar nicht. Da war es gut, das wir einige schöne Sachen auf Babyflohmärkten gefunden hatten. Denn diese süßen kleinen Kleidungsstücke sind oft eben kaum oder gar nicht getragen. Auch bei den Windeln sind wir schon bei Größe drei angekommen. Mit dem Wiegen versuche ich mir keine Streß zu machen, was auch von unserer Hebamme so empfohlen wurde. Also wiegen wir ca. einmal die Woche, besonders weil Papa immer sehr neugierig ist.

Willkommen im Club

Die Elternwelt ist wie ein eingeschworener Club. Andere Eltern wissen um die vielen neuen Dinge, mit denen wir nun konfrontiert sind, und so ist man ohne Anmeldung Mitglied im unsichtbaren Elternclub, wo sich wissende Eltern auf der Straße anlächeln und begrüßen, obwohl sie sich nicht kennen. Wir alle erleben diese vielen kleinen und großen Entwicklungsschritte unserer Babys, die ja ein Teil von uns sind, voller Faszination. Plötzlich wird es wieder interessant, wie das in unserer Kindheit damals so war. Leider kann ich mich an die ersten Babyjahre nicht mehr erinnern und es gibt noch nicht so viele Erinnerungsstücke oder gar Videos aus meiner Kindheit. Deshalb werden nun die Großeltern nach spannenden Kindheitsgeschichten ausgefragt. Für unseren kleinen Mann sorgen wir jetzt schon mit Videos und Fotos für schöne Erinnerungsstücke.

Nach den ersten drei Monaten sind wir nun gefühlt einen riesigen Schritt entfernt von der Geburt und sehr gespannt auf die nächsten Veränderungen. Oft möchte ich den Moment einfach nur festhalten. Junior’s Lachen verzaubert mich immer wieder. Die Tage vergehen so schnell, viel zu schnell.

Nun begeben wir uns weiter auf dieser wilden Reise mit unserem Junior und sind gespannt, wenn auch etwas ängstlich, was noch so kommt und womit er uns überrascht.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Hermann Hesse

Eure

WunschMami

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